Motivation von Mitarbeitern – die besten Methoden

by Team Honestly - Juni 11, 2018

Der britische Unternehmer und Gründer der Virgin Gruppe Richard Branson sagte einmal Folgendes:

„Clients do not come first. Employees come first. If you take care of your employees, they will take care of the clients.“

Die Bedeutung dieser Aussage ist vielen Arbeitgebern noch nicht klargeworden. Natürlich ist Kundenorientierung ein Muss. Aber jedes Unternehmen, das vorgibt, die Wünsche seiner Kunden zu kennen und befriedigen zu wollen, muss dieses Prinzip auch innerhalb seiner eigenen Wände anwenden und die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter ernst nehmen. Die Motivation von Mitarbeitern ist die wichtigste Aufgabe eines Unternehmens. Tut es das nicht, hängt irgendwann der Haussegen schief, was ab einem gewissen Zeitpunkt auch die Kunden bzw. Stakeholder wahrnehmen werden.

Ein Unternehmen – egal wie groß oder klein – kann noch so gute Produkte oder Dienstleistungen anbieten; wenn die Motivation der Mitarbeiter nicht stimmt, werden die Produktivität, das Miteinander unter den Kollegen, das Auftreten gegenüber Kunden und irgendwann auch der Gewinn bzw. das Ansehen des Unternehmens in Mitleidenschaft gezogen. Was Mitarbeitermotivation ist, wie sie funktioniert und wie sie im Unternehmen verbessert werden kann, soll mit diesem Artikel übersichtlich und mit einigen Ratschlägen dargestellt werden.

Da die Motivation von Mitarbeitern so wichtig ist, haben wir gleich ein ganzes Handbuch rund um Mitarbeitermotivation erstellt.

Was ist Mitarbeitermotivation und wie kann man Mitarbeiter motivieren?

Mitarbeitermotivation beschäftigt sich vereinfacht gesagt mit der Frage, was die Führungskraft bzw. das Unternehmen unternehmen kann, um das Verhalten oder die Leistung seiner Mitarbeiter zu verbessern. Wichtig bei der Mitarbeiterführung ist daher, das Verhalten und die Lebensumstände der Mitarbeiter zu verstehen. Was motiviert die Mitarbeiter, was entzieht Ihnen Motivation?

Der Hauptantrieb eines Menschen zur arbeiten ist zunächst einmal, sich und seine Familie ernähren zu können. Das ist der Hauptpunkt, von dem man beim Thema Arbeitsmotivation ausgehen muss. Danach erst kommen Aspekte wie soziale Anerkennung, Selbstverwirklichung, etc. Diese Motivation wird von verschiedenen weiteren Faktoren beeinflusst. Dazu gehören auf der einen Seite Faktoren, die in der Sphäre des Unternehmens liegen, wie das Zahlen eines angemessenen Gehalts, der Führungsstil des Vorgesetzten oder die Zusammenarbeit mit den Kollegen. Auf der anderen Seite spielen Faktoren eine Rolle, die aus dem Privatbereich des Mitarbeiters stammen, wie Familie, Freunde oder Freizeit. Von großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch die oft erwähnte „Work-Life-Balance“. Ist diese unausgeglichen, wird sich das irgendwann auf die Performance des Mitarbeiters auswirken. Nimmt die Arbeitsmotivation eines Mitarbeiters über einen längeren Zeitraum ab und stagniert schließlich auf einem minimalen Niveau, folgt früher oder später die innere Kündigung.

Mitarbeiter stellen dem Unternehmen ihre Zeit, Fähigkeiten und Bildung zur Verfügung (input). Was sie dafür umgekehrt vom Unternehmen erwarten sind etwa eine angemessene Bezahlung, weitere nicht-monetäre Vorteile sowie Anerkennung für ihre geleistete Arbeit sowohl vom Arbeitgeber als auch von den anderen Kollegen (outcome). Inputs und outcomes werden vom einzelnen Mitarbeiter subjektiv in Relation gesetzt. Das Verhältnis wird anhand eines Maßstabes z. B. einer Vergleichsperson, etwa den Kollegen oder anderer Personen in ähnlicher Arbeitssituation, verglichen. Ein Missverhältnis zwischen input und outcome führt zu einer abnehmenden Arbeitsmotivation beim Mitarbeiter. Diese fangen an zu überlegen, wie sie die Balance wieder ausgleichen können. Das kann etwa in der Form geschehen, dass sie aufgrund einer wahrgenommen Unterbezahlung weniger arbeiten, ihre Produktivität senken, indem sie später zur Arbeit kommen, früher den Arbeitsplatz verlassen oder andere von der Arbeit abhalten, indem „Kaffeekränzchen“ gehalten werden. Andere Szenarien sind das Abwerten der Leistungen anderer Kollegen, was zu Spannungen innerhalb des Teams führen kann und schließlich die Kündigung durch den Mitarbeiter.

Methoden zur Steigerung der Mitarbeitermotivation in Ihrem Unternehmen

1. Monetäre Motivationsfaktoren

Klare Ziele und ein transparentes Belohnungssystem

Welches Ziel soll vereinbart werden, womit kann er nach dem Erreichen der Ziele rechnen? Setzen Sie realistische Ziele, die aber zugleich auch herausfordernd sind. Wenn das jeweilige Ziel erreicht wurde, sind Boni und Incentives neben einem Fixgehalt übliche monetäre Anreize. Dafür werden Beurteilungssysteme zur Messung der Mitarbeiterperformance implementiert. Überlegen Sie, für welche Gruppen sich von diesen monetären Belohnungen eignen bzw. ob alle Mitarbeiter von diesem Anreizsystem profitieren würden. Im Controlling oder in der Rechtsabteilung kann von dieser Regelung nicht so viel Gebrauch gemacht werden, weshalb dort höhere Festgehälter eher geeignet sein können. Zahlen Sie Ihren Vertriebsmitarbeitern beispielsweise trotz ähnlicher Qualifikation und Berufserfahrung deutlich unterschiedliche Gehälter oder Boni, wird dies zu einer Verschlechterung der Mitarbeitermotivation führen.

2. Nicht-monetäre Motivationsfaktoren

Welches Ziel soll vereinbart werden, womit kann er nach dem Erreichen der Ziele rechnen? Setzen Sie realistische Ziele, die aber zugleich auch herausfordernd sind. Wenn das jeweilige Ziel erreicht wurde, sind Boni und Incentives neben einem Fixgehalt übliche monetäre Anreize. Dafür werden Beurteilungssysteme zur Messung der Mitarbeiterperformance implementiert. Überlegen Sie, für welche Gruppen sich von diesen monetären Belohnungen eignen bzw. ob alle Mitarbeiter von diesem Anreizsystem profitieren würden. Im Controlling oder in der Rechtsabteilung kann von dieser Regelung nicht so viel Gebrauch gemacht werden, weshalb dort höhere Festgehälter eher geeignet sein können. Zahlen Sie Ihren Vertriebsmitarbeitern beispielsweise trotz ähnlicher Qualifikation und Berufserfahrung deutlich unterschiedliche Gehälter oder Boni, wird dies zu einer Verschlechterung der Mitarbeitermotivation führen.

Lernen Sie Ihre Mitarbeiter kennen

Unterhalten Sie sich mit Ihren Mitarbeitern nicht nur beim Vorstellungsgespräch. Im Laufe der Zeit können sich viele Dinge in ihren Leben verändern, die direkten oder indirekten Einfluss auf die Arbeitsmotivation haben können. Wenn Sie die persönliche Situation Ihrer Mitarbeiter kennen, können Sie deren Arbeitsverhalten besser nachvollziehen. Suchen Sie ab und an den Dialog zu ihren Mitarbeitern bzw. ermutigen Sie diese, den Dialog zu Ihnen zu suchen. Vielen Mitarbeitern fällt es nämlich schwer, über Probleme zu reden, die aus dem familiären Bereich oder Arbeitsumfeld stammen. Daher sollten Sie eine vertrauensvolle Atmosphäre in Ihrem Unternehmen schaffen, sodass über diese Probleme gesprochen werden kann um sie aus der Welt zu schaffen. Davon haben sowohl die Mitarbeiter als auch Sie etwas, denn jedes Problem bremst die Arbeitsleistung.

Wertschätzung durch Lob und Kritik

Lobende Worte, sofern sie denn auch ernst gemeint und angebracht sind, motivieren manchmal mehr als man denkt, denn jeder Mensch strebt nach Anerkennung. Ein hochbezahlter Job ist zwar attraktiv, aber ist er das immer noch, wenn man nur Kritik von Vorgesetzten und Kollegen einstecken muss?

Auch Kritik ist eine Form von Wertschätzung, solange sie unter vier Augen und nicht vor anderen Kollegen ausgesprochen wird. Erklärt der Vorgesetzte mit der passenden Wort- und Tonwahl, was falsch gemacht wurde und worauf der Mitarbeiter in Zukunft zu achten hat, ist dies ein Anreiz, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Mehr Freiheiten im Entscheidungsprozess

Geben Sie Ihren Mitarbeitern, nachdem die Ziele klar definiert worden sind, mehr Freiheiten hinsichtlich der Erreichung der Ziele und involvieren Sie sie im täglichen Entscheidungsprozess. Wenn ihnen jeder einzelne Arbeitsschritt vorgegeben wird, bleibt kaum Platz für die Erarbeitung eigenständiger, kreativer Lösungen. So eignen sie sich auch Fähigkeiten an, die für die Lösung ähnlich gelagerter Probleme hilfreich sein werden. Nebenbei wächst das Selbstvertrauen, weil sie sich in schwierigen Situationen nicht aus der Ruhe haben bringen lassen und sie nehmen Ihnen auch Arbeit bzw. Verantwortung ab.

Erklären Sie, wie Ihre Produkte und Dienstleistungen anderen helfen

Erklären Sie, warum Sie tun was Sie tun. Verstehen Ihre Mitarbeiter den Sinn und Zweck einer spezifischen Aufgabe nicht, berufen Sie ein kurzes Meeting ein oder lassen Sie eine Schulung durchführen, falls umfangreichere Verständnisprobleme bestehen. Heben Sie auch die Mission und Vision Ihres Unternehmens hervor und zeigen Sie Ihrem Team, wie durch Ihre Produkte und Dienstleistungen anderen Personen und Unternehmen geholfen wird. So geben Sie Ihrem Team das Gefühl, Teil etwas Größerem zu sein und zeigen, welchen Anteil jeder einzelne Job am Erfolg des Gesamtprojekts hat.

Zusammengefasst

Arbeitgeber sind daher gut beraten, das Verhalten ihrer Mitarbeiter zu beobachten – nicht durch Überwachung, aber durch aufmerksames Verfolgen von Veränderungen und Auffälligkeiten im Verhalten des Teams sowie diese schnell anzusprechen und eine Lösung für sie zu finden. Hat ein Unternehmen nur wenige Mitarbeiter, ist ein persönliches Gespräch zwischen Chef und Mitarbeiter immer die beste Wahl, da sich unausgesprochene Probleme durch das tägliche Miteinander sonst zu ernsten Konflikten entwickeln können. Mit steigender Mitarbeiterzahl wird ein persönliches Gespräch mit dem Vorgesetzten jedoch immer schwieriger.

Wenn Ihnen die Motivation von Mitarbeitern und damit eine verbesserte Arbeitsproduktivität am Herzen liegt, fangen Sie an, mit regelmäßigen Feedbackgesprächen und Befragungen die Mitarbeiterzufriedenheit zu verfolgen. Dies sollte in anonymer Weise geschehen, denn Ihre Mitarbeiter sollen keine Bestrafung für ihre Meinungen und Einstellungen befürchten müssen.

Weiterlesen: Der komplette Leitfaden für Mitarbeitermotivation.

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