Work-Life-Balance – 6 profitable Maßnahmen für Ihr Unternehmen

by Pauline Goebbels - September 13, 2017

73 % der Arbeitnehmer geben an, dass Stress am Arbeitsplatz aus Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Erwerbstätigkeit und Privatleben resultiert. Stress macht krank. Stress macht unzufrieden. Stress mindert die Motivation und letztlich die Produktivität. Werden Sie aktiv und unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter auf dem Weg zu einer gelungenen Work-Life-Balance. Wie? Dazu haben wir Ihnen 6 effektive Maßnahmen zusammengestellt.

In Zeiten ständiger Erreichbarkeit verschwimmen die Grenzen der einst getrennten Lebensbereiche Erwerbstätigkeit und Privatleben zusehends.
Das kann zu Rollenkonflikten, kann zu Stress und Spannungen seitens der Arbeitnehmer führen. Hier setzt das Konzept der Work-Life-Balance an: Die intelligente Verzahnung von Privat- und Berufsleben.

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Aber fangen wir vorne an:

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist eine stetige Abnahme der Arbeitszeiten, bei gleichzeitiger Zunahme der Urlaubstage, zu verzeichnen. Im Schnitt arbeiten wir Deutschen 35,2 Stunden in der Woche – damit liegen wir unter europäischem Durchschnitt. Gestresste Mitarbeiter lassen sich also nicht auf die bloße Arbeitszeit zurückführen.
Aber welche Ursachen haben die Work-Life-Balance-Debatte dann angestoßen?

Um diese Frage zu beantworten, lohnt es sich einen kurzen Blick auf die zurückliegende Entwicklung zu werfen, um daraus Trends abzuleiten und Prognosen aufzustellen. Prognosen, die Ihnen dabei helfen werden Ihren Mitarbeitern langfristige und nachhaltige Lösungen für ein zukunftsfähiges Zusammenspiel von Job und Privatleben zu bieten.
Davon profitieren nicht nur Ihre Mitarbeiter (und damit Ihr Unternehmen) – aber dazu gleich mehr.

Der Strukturwandel der Arbeitsgesellschaft

Wie so vieles, wandelt sich natürlich auch die Gestalt der Arbeit. Einsetzend in den 70er Jahren, ist die Tertiärisierung bis heute stetig vorangeschritten. Laut Statistischem Bundesamt finden sich 74.4% der Berufstätigen in einem Tätigkeitsfeld des Dienstleistungssektors wieder. Damit einher gehen veränderte Anstellungsverhältnisse und Anforderungsprofile, die sich vor allem durch ein hohes Maß an Dynaxität auszeichnen: Immer mehr in immer weniger Zeit. Mit dem Ergebnis der Arbeitsintensivierung für Erwerbstätige.
Treibende Kraft bei dem Strukturwandel der Arbeitsgesellschaft war:

Der technologische Wandel

Neue Kommunikations- und Informationswege setzen sich über räumliche und zeitliche Grenzen hinweg. Mit der Folge der Entgrenzung der Arbeit. Gefordert wird: Zeitliche Flexibilität, räumliche Mobilität und ständige Anpassungsbereitschaft.

Der demografische Wandel

Wir werden älter. Wir arbeiten länger. Wir kriegen weniger Kinder.
Kurzum: auch die Sozialstruktur hat sich in den letzten Jahren verändert – manche der Auswirkungen werden uns erst in kommenden Jahren treffen. In das Klagelied des Fachkräftemangels stimmen ohnehin immer mehr Unternehmen ein. Ein Missstand, der sich angesichts der Geburtenraten in absehbarer Zeit nicht ändern wird.

Rahmenbedingungen und sozio-ökonomische Megatrends

Die Arbeitsbedingungen von morgen werden nicht ausschließlich von der betrieblichen Handlungseben beeinflusst. Sie unterliegen Rahmenbedingungen. Werden Sie sich dieser Einflussfaktoren bewusst und machen Sie sich diese zu Nutzen.
Vor diesem Hintergrund kristallisieren sich vier sozio-ökonomische Trends heraus, die es bei Ihrer Konzeptualisierung von wirkungsvollen Work-Life-Balance-Methoden zu berücksichtigen gilt:

  • Globalisierung
  • Demografischer Wandel
  • Neue Technologien
  • Wirtschaftlicher Strukturwandel

Unternehmen und Ihre Mitarbeiter werden sich einem stets komplexer werdendem System stellen müssen. Was heute noch richtig ist, kann morgen schon falsch sein. Die wachsende ökonomische, soziale und politische Vernetzung hat einen steigenden Innovationsdruck bei gleichzeitiger Verkürzung der Produktionszyklen zur Folge.
Das Wegbrechen der traditionellen innerfamiliären Arbeitsteilung stellt uns vor weitere Herausforderungen. Übergeordnete Rahmenbedingungen müssen so angepasst werden, dass den Familien Freiräume geschaffen werden, um sich neu organisieren zu können. Auf diese Weise kann im besten Falle auch positiv auf die Geburtenrate eingewirkt werden.
Wenn sich die Lebenserwartung erhöht, sollte die Lebensqualität es ihr unbedingt gleich tun! Grundlage dafür ist die Aufrechterhaltung einer guten körperlichen Fitness – gerade in Anbetracht einer alternden Gesellschaft.
Nur so können Sie Leistungseinbrüchen vorbeugen und mit Ihrer Belegschaft langfristig und nachhaltig Erfolge erzielen.

“Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste , sonder diejenige, die am besten auf Veränderung reagiert”
-Charles Robert Darwin

Work-Life-Balance als Katalysator für Wachstum

Produktive Mitarbeiter, steigende Umsätze, erfolgreichere Unternehmen –
Work-Life-Balance Strategien lohnen sich für alle. Und das gleich dreifach.

1. Für Ihre Mitarbeiter

Im Kontext der Work-Life-Balance wird immer wieder der hohe Stellenwert eines erfolgreichen Zeitmanagements betont.
Zei: Ein unidirektionales Konzept. Unsere wohl wertvollste Ressource – und scheinbar unsere knappste.
Stress entsteht, wenn der Umfang der Aufgabe(n) die Menge der zur Verfügung stehenden Zeit übersteigt.
Sie wollen die Energiequellen Ihrer Angestellten nutzen? Dann geben Sie Ihnen Zeit diese wieder aufzufüllen.
Die Prämisse lautet Leistungsoptimum statt Leistungsmaximum. Qualität vor Quantität. Sie wollen Langstreckenläufer, keine Sprinter. Schaffen Sie Freiräume und entschärfen Sie so den Konflikt zwischen beruflichen Verpflichtungen und privaten Zielen. Ihr Team wird es Ihnen in Form von besserer Arbeit danken.
Die neue Arbeitswelt fordert mehr Flexibilität. Ist es da nicht nur logisch Ihren Beschäftigten mehr Beinfreiheit zur flexiblen Bewältigung dieser zuzugestehen? Machen Sie es Ihren Mitarbeitern bequem.
Sie werden sehen: Das Stresslevel Ihrer Mitarbeiter sinkt und ihre Produktivität steigt.

2. Für Ihr Unternehmen 

Reduzieren sich die Stressfaktoren Ihrer Mitarbeiter, reduzieren sich deren Abwesenheitszeiten. Und das bei effektiveren Anwesenheitszeiten.
Eine Ihrer wertvollsten Ressourcen ist Ihr Team. Zeigen Sie dies!
Und dabei denken wir nicht bloß an Zuwendungen finanzieller Natur. Zeigen Sie Fürsorge. Warum? Merken Arbeitnehmer, dass dem Unternehmen mehr an Ihnen gelegen ist, als bloß ihre Arbeitskraft, kreiert dies Loyalität. Sie arbeiten gerne, sie identifizieren sich mit dem Unternehmen und bleiben Ihnen so länger erhalten. Wie man in den Wald ruft, so schallt es auch hinaus. Zeigen Sie sich verbindlich gegenüber Ihren Mitarbeitern, zeigen sich Ihre Mitarbeiter verbindlich gegenüber Ihnen. Daraus kann eine Dynamik entstehen, die nicht vor den betrieblichen Grenzen halt macht. Die Haltung Ihrer Angestellten gegenüber ihrer Arbeit und gegenüber des Unternehmens wird sich rasch nach außen tragen. Positive Bewertungen lassen da nicht lange auf sich warten. All das hat Ausstrahlungseffekte auf Ihr Image in der Öffentlichkeit. Das wird nicht nur Ihre Kundenbeziehungen verbessern, sondern auch Ihre Positionierung im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.
In anderen Worten: Mitarbeiterzufriedenheit macht sexy!

3. Für unsere Gesellschaft

Die Gleichung ist einfach: Motivierte Mitarbeiter stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen trägt maßgeblich zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum bei. Und ein gesamtwirtschaftlicher Wachstum tritt eine Reihe an anderen positiven Effekten los, die Unternehmen und Mitarbeitern rückwirkend wieder zugutekommen. Durch Work-Life-Balance Maßnahmen können Sie also auf die übergeordneten Stellgrößen einwirken. Eine der angenehmen Begleiterscheinungen ist zum Beispiel die Senkung der Lohnnebenkosten durch die Entlastung der sozialen Sicherungssysteme. Ein paar Zahlen gefällig? Laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) beläuft sich die prognostizierte Summe der kumulierten Einsparungen durch Work-Life-Balance Maßnahmen seitens der Arbeitgeber auf 114 Milliarden Euro. Bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 2500 Euro sparen Arbeitnehmer und -geber jeweils 11.25 Euro.
Mehr Spielraum in der Haushaltskasse macht zudem Investitionen in Infrastruktur, Forschung und Bildung möglich – eine Investition in die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Wie sagt man so schön? Veränderung ist die einzige Konstante!
Halten Sie Schritt, öffnen Sie sich für Neues und verabschieden Sie sich endlich von restriktiven Rahmenbedingungen Ihrer Organisationsstruktur. Mit welchen konkreten Work-Life-Balance Maßnahmen auch Sie Ihr Unternehmen mitarbeiterfreundlicher gestalten können erfahren Sie nun:

Betriebliche Work-Life-Balance Maßnahmen

1. Lebensarbeitszeitkonten

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Das folgende Konzept ermöglicht ein effizienteres Personalmanagement und bietet Ihren Mitarbeitern gleichzeitig mehr Autonomie bei ihrer Zeiteinteilung.
Das Lebensarbeitszeitkonto, auch Langzeitkonto, Arbeitszeitkonto oder kurz LAZ, ist ein flexibles Instrument zur Optimierung der Personalführung.
Das Prinzip ist simpel, die Wirkung groß. Arbeitnehmer können Arbeitszeit – in Form von Überstunden und nicht genommenen Urlaubstagen – oder Geld, zum Beispiel einen Teil ihres Monatsgehalts oder Einmalzahlungen, auf ihr Konto einzahlen. Die Funktionsweise ähnelt der eines Bankkontos, mit dem Unterschied, dass auch die Währung ‘Zeit’ akzeptiert wird. Es handelt sich also um eine Art Speicher für Leistungen. Bei Bedarf können sich Ihre Mitarbeiter ihre angesparten Stunden wieder zurückholen. Dabei ist Ihnen überlassen, ob sie diese in Zeit oder Geld abheben wollen.
Lebensarbeitszeitkonten dienen dem Zeitmanagement Ihrer Mitarbeiter. Menschen haben im Laufe ihres Lebens zu verschiedenen Zeiten verschiedene Bedürfnisse. Das Lebensarbeitszeitkonto bietet die Chance adäquater darauf einzugehen. Es ermöglicht ihnen sich ihre Zeit freier einzuteilen und eröffnet Möglichkeiten der beruflichen Auszeit. Berufliche Auszeiten können verschiedene Formen annehmen. Zu den gängigsten gehören:

Sabbaticals

… oder zu deutsch: Arbeitsauszeit. Die Dauer und Nutzung eines Sabbaticals kann dabei vollkommen unterschiedlich ausfallen. Gängig sind Zeitfenster im Rahmen von drei bis 12 Monaten. Diese Pause soll dem Auffüllen der Kraftreserven dienen. Viele nutzen es zur Neuorientierung, zum Reisen oder um sich intensiver dem Privatleben zuzuwenden

Berufliche Fortbildungen

Beim Bemühen Zeit zu schaffen und so die Work-Life-Balance zu stärken, darf natürlich nicht die Zeit zum Lernen vergessen werden. Wir Leben im Zeitalter der Wissensarbeit: Wissen ist keine Wahrheit, sonder eine Ressource! Eine, die kontinuierlich weitergegeben, hinterfragt und so optimiert werden sollte.

Pflegezeiten

Auch für unerfreuliche Fälle, wie etwa die Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen, kann die angesparte Zeit in Anspruch genommen werden.

Verfrühter Renteneintritt

Renteneintritt mit 67? Eine Aussicht, die ermüdend wirken kann. Der verfrühte Renteneintritt, oder die Kürzung der Arbeit auf Teilzeitarbeit vor Renteneintritt, ist für viele Arbeitnehmer ein attraktiver Anreiz vorträglich mehr Zeit und Arbeit zu investieren.

Die gesetzlichen Regelungen finden sich im Flexi-II-Gesetz. Hier regelt der Gesetzgeber unter anderem, dass das Lebensarbeitszeitkonto einen Insolvenzschutz vorsehen muss, der im Falle eines Konkurses greift. Damit wird den Arbeitnehmern zugesichert, dass ihre angesparten Werte nicht verfallen. Die Vorteile des Lebensarbeitszeitkontos sind also vielfältig, die Handhabung nach Belieben anpassbar.
Übrigens: Die Sozialsteuerabgaben werden erst bei Auszahlung fällig und Unternehmen können durch das LAZ Zuschläge für Überstunden vermeiden.

2. Teilzeitarbeit

Teilzeitstellen werden seltener ausgeschrieben und die meisten Arbeitnehmer zögern wohl erst einmal, wenn es darum geht einen Antrag auf Teilzeit zu stellen. Aus Angst vor der Teilzeitfalle oder der Stagnation der eigenen Karriere.
Dabei gibt es viele gute Gründe warum Sie Teilzeit nicht direkt abwinken sollten!
Teilzeitmodelle wirken sich positiv auf die Produktivität und Motivation Ihrer Mitarbeiter aus. Und das erwiesener Maßen. Zudem hat der Arbeitnehmer gesetzlichen Anspruch auf Teilzeitarbeit – sofern folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  1. Das Arbeitsverhältnis besteht länger als 6 Monate
  2. Der Arbeitgeber beschäftigt mehr als 15 Mitarbeiter

In anderen Worten: Sie müssen dem Antrag stattgeben. Ausnahmen gesteht Ihnen der Gesetzgeber zu, falls Sie betriebliche Gründe anführen können:

  • eine wesentliche Beeinträchtigung der Organisation,
  • eine wesentliche Beeinträchtigung des Arbeitsablaufs,
  • eine wesentliche Beeinträchtigung der Sicherheit im Betrieb oder
  • das Entstehen unverhältnismäßig hoher Kosten für den Arbeitgeber.

Teilzeit ist nicht gleich Teilzeit. Mittlerweile gibt es viele bewährte Konzepte und Modelle der Teilzeit, die es Ihrem Betrieb ermöglichen individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen zu finden. Dadurch erhöhen Sie die Produktivtät ihrer Mitarbeiter und deren Chance ihre Work-Life-Balance zu verbessern. Eine kleine Übersicht über mögliche Umsetzungen finden Sie hier:

Teilzeit classic

Das wohl geläufigste Modell der Teilzeit: die klassische Halbtagsstelle.
Mitarbeiter in Teilzeit classic sind fünf Tage die Woche zugegen und profitieren von einem täglichen Freizeitgewinn.
Mögliche zeitliche Verteilungen sind hier etwa die 20-Stunden-Woche (4 x 5 Stunden) oder die 30-Stunden-Woche (6 x 5 Stunden)
Für Arbeitnehmer ist dieses Modell attraktiv, da es die am einfachsten umzusetzende Form der Teilzeit und so nur mit einem geringen Verwaltungsmehraufwand verbunden ist.

Teilzeit Classic Vario

Die Teilzeit in Form von Classic Vario ermöglicht eine Kombination von Teil- und Vollzeit. Hier kann die tägliche, wöchentliche oder jährliche Arbeitszeit variieren. Teilzeit Classic Vario steht für die völlig freie Verteilung der Arbeitszeit.
Dies ermöglicht Ihnen eine höhere Effizienz und eine bessere Auslastung bei schwankendem Arbeitsaufkommen.

Teilzeit Jobsharing

Das Jobsharing befähigt Mitarbeiter in Teilzeit Vollzeitprojekte zu übernehmen. Hier teilen sich zwei Teilzeitbeschäftigte eine Vollzeitstelle. Das kann beispielsweise Unternehmen bei der Bedarfsdeckung langer Serviceleistungen dienen und fördert so die Kundenorientierung.
Aber Achtung: Stellen Sie sicher, dass Absprachen und ein regelmäßiger Informationsaustausch gewährleistet sind!

Teilzeit Invest

Teilzeit Invest fußt auf dem Modell des Lebensarbeitszeitkonto (siehe oben) und ist somit quasi die unsichtbare Teilzeit, denn: gearbeitet wird Vollzeit, entlohnt Teilzeit. Die so aufsummierten Stunden können schließlich zu beruflichen Auszeiten oder einem frühen Renteneintritt genutzt werden – bei Lohnfortzahlung.

Teilzeit Saison

Ein Modell, das zu einem besseren Personalmanagement beiträgt. Unternehmen, die sich mit starken saisonalen Schwankungen konfrontiert sehen können so Abhilfe schaffen. Bei hohem Arbeitsaufkommen sind Arbeitnehmer in Vollzeit beschäftigt und in auftragsschwachen Zeiten sind diese dann freigestellt. Als Arbeitgeber können Sie so Entlassungen, und die damit verbundenen Kosten, umgehen. Zudem ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern durch das ganzjährig gleichbleibende Monatsgehalt finanzielle Sicherheit.

Teilzeit Home

Arbeitnehmer arbeiten in Teilzeit von zuhause. Vereinbarte Arbeitszeiten stellen die Erreichbarkeit sicher und erleichtern die Zusammenarbeit. Tägliche Leerlaufzeiten wie Hin- und Rückfahrten entfallen. Die Bindung ans Unternehmen wird durch einzelne Arbeitstage im Unternehmen gestärkt.

Erfahrung der Vattenfall Europe Ag:
“Nach den Erfahrungen des Unternehmens wirkt sich begünstigend für die hohe Akzeptanz aus, dass die Beschäftigten sich bewusst sind, mit ihrer Reduzierung einen Beitrag zur Stabilität des Unternehmens und damit zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze zu leisten, und sie sich aufgrund der Lage der Arbeitszeiten (Ganztagsbeschäftigung bei reduzierten Wochenarbeitstagen) gleich bleibend als „vollwertige“ Arbeitskräfte fühlen. Positiv auf die Inanspruchnahme wirkt sich ferner aus, dass Teilzeitarbeitsverhältnisse im Unternehmen weit verbreitet sind und damit eine betriebliche „Normalität“ darstellen. Nach den Erfahrungen der Personalleitung wird der ausgeweitete Anteil der Privatzeit von den Beschäftigten überwiegend familienbezogen genutzt. “

Sie sehen, es gibt viele Wege dem Wunsch Ihrer Angestellten nach mehr Entlastung und Ihrem Streben nach mehr Leistung gleichzukommen. Auch hier gilt: Probieren Sie aus, sammeln Sie Erfahrungswerte und treten Sie mit Ihren Mitarbeitern in Austausch. So wird sich die richtige Methode sicher schnell finden.

3. Telearbeit

Der Begriff der Telearbeit umfasst all jene Tätigkeiten, die nicht am zentralen Standort des Arbeitgebers ausgeführt werden. Durch technische Neuerungen wie schnelle Internetverbindungen, Programme wie Skype und von überall aus zugreifbare Online-Dokumente ist dies nämlich nicht mehr zwingend von Nöten.
Und doch istTelearbeit in Deutschland eher die Ausnahme: rund 12% der Arbeitnehmer nutzen diese Möglichkeit. Und das, obwohl 40% aller Jobprofile für Telearbeit geeignet wären.
Das könnte daran liegen, dass dieses Modell, neben vielen Vorteilen, einige Risiken mit sich bringt. Bei falscher Umsetzung sogar das provoziert, was Sie durch Einführung dieser Maßnahme vermeiden wollen: Stress.
Aber Finger weg vom Cursor – das ist kein Grund weiter zuscrollen.
Viel zu schade wäre es um die verpassten Chancen, die die Telearbeit für Sie und Ihre Mitarbeiter bereithält.

Um die Vorteile vom Arbeiten am heimischen Computer vollends auszureizen, empfiehlt es sich die Stolperfallen ausfindig zu machen und Ihren Mitarbeitern dabei zu helfen diese zu umgehen. Dass diese Work-Life-Balance Maßnahme Potential hat und eine gelungene Umsetzung durchaus möglich ist, zeigt Schweden. 32% aller erwerbstätigen Schweden verrichten ihre Tätigkeiten vom eigenen Schreibtischstuhl aus.

Das Feld der Telearbeit untergliedert sich in drei Formen:

Die Teleheimarbeit

Diejenige Variante, bei der die Beschäftigten ausschließlich von zuhause aus arbeiten.

Die alternierende Telearbeit

Die alternierende Telearbeit stellt eine Hybridform der Arbeitsform dar. Die Zeiten der Arbeit von zuhause, werden durch Zeiten der physischen Anwesenheit im Büro aufgelockert.

Die mobile Telearbeit

Hier runter fällt die Arbeit von unterwegs, etwa aus dem Flugzeug oder dem Zug, aber auch die von Außendienstleistern, die mittels der entsprechenden Technik von ihrem jeweiligen Einsatzort aus arbeiten.

87% der Arbeitenden, die das Angebot der Telearbeit in Anspruch nehmen berichten von einer um bis zu 25% gesteigerten Produktivität. Dem gegenüber stehen 41%, die angeben sich durch die Heimarbeit gestresst zu fühlen und sogar mit Schlafproblemen zu kämpfen haben.
Fakt ist, dass die Arbeit von zuhause Ihren Mitarbeitern die flexible Einteilung der eigenen Zeit ermöglicht. Behördengänge, Arzttermine, Kinderbetreuung. All dies lässt sich einfacher, lässt sich stressfreier unter einen Hut bringen. Sie geben Ihren Mitarbeiter die Hoheit über die eigene Zeit zurück. Durch die (zumindest teilweise) wegfallende Anreise wird zusätzlich Zeit und Geld gespart.
Laut Studien dauert es ca. 15 Minuten bis Menschen sich nach einer Unterbrechung wieder vollends auf ihre Arbeit konzentrieren können. Potentielle Störquellen können Kollegen, ständig klingelnde Telefone oder eingehende E-Mails sein – Faktoren, die sich Zuhause besser kontrollieren lassen.
Hört sich doch alles ganz gut an – nur, wie lassen sich dann die laut werdenden Klagen über den Zuwachs an Stress erklären? Es hapert an der falschen Umsetzung!
Es bedarf der Aufstellung klarer Regeln und der Einhaltung dieser. Förderlich für einen Anstieg der Produktivität ist beispielsweise die klare Trennung des eigenen Domizils in Wohn- und Arbeitsbereich. Das beugt zum einen der Ablenkung durch Dinge des alltäglichen Lebens vor und hilft zusätzlich dabei nach getaner Arbeit mental abzuschalten. Letzteres wirkt sich immens auf das wahrgenommene Stresslevel aus.

Gelungene arbeitsplatzgestaltung homeoffice work-life-balance

Ein weiterer Faktor, für die durch Telearbeit resultierende Unzufriedenheit, ist das Wegfallen sozialer Kontakte am Arbeitsplatz. Angestellte leiden unter fehlendem Kontakt zu ihren Kollegen und unter dem Gefühl, ein nicht gleichwertiges Mitglied des Teams zu sein.
Eine Möglichkeit diesem Problem zu begegnen bietet die alternierende Telearbeit. Bei der alternierenden Telearbeit arbeitet der Mitarbeiter zeitweise von Zuhause, hat aber dennoch einen festen Arbeitsplatz im Büro. So können zwischenmenschliche Interaktionen gepflegt, Absprachen gehalten und das Teambuilding gefördert werden.

Hier nochmal die Vor- und Nachteile auf einen Blick:

Vorteile Nachteile
Flexibilität erschwerte Absprachen
geringere Fahrtkosten ausbleibendes Teambuilding
Konzentrationsfördernd Fragen des Datenschutz
Vereinbarkeit Familie & Beruf Fehlende räumliche Trennung
gesteigerte Produktivität Mangel an Disziplin
Geringere Kosten Bürofläche
Mitarbeiterbindung
verkürzte Elternzeiten

 

Unterm Strich halten wir das Modell der Telearbeit für äußerst vielversprechend und die Form der alternierenden Telearbeit für besonders geeignet. Die alternierende Telearbeit eignet sich bestens, um den Risiken auszuweichen und – im gleichen Zuge – von den Vorteilen zu profitieren. Jedoch ist es wichtig, sich schon im Vorfeld Gedanken über eine geeignete Umsetzung zu machen. Und diese Aufgabe obliegt keineswegs nur Ihren Mitarbeitern: Schulen Sie sie, wie die richtigen Rahmenbedingungen für die effiziente Arbeit von Zuhause geschaffen werden können. Die Betrachtung des Einzelfalls lohnt sich – für jeden ist diese Form nicht geeignet. Hier ist individuelle Abwägung und Erprobung erforderlich.
Aus den Augen, aus dem Sinn? Fördern Sie den Kommunikationsfluss zu Ihren außer Haus arbeitenden Mitarbeitern. Suggerieren Sie so, dass Sie ein wichtiges Teil des Teams und nicht vom Unternehmensradar verschwunden sind.

4. Gesundheitsfördernder Arbeitsplatz

„Gesundheitsförderung [zielt] auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen“
Auszug aus der Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation von 1986

40% aller chronisch degenerativen Erkrankungen haben ihre Ursprung in Arbeitswelt. Das hat nicht zuletzt hohe Fehltage im Betrieb zu Folge. Der so entstehende geschätzte wirtschaftliche Schaden beläuft sich auf rund 70 Milliarden Euro im Jahr! Die Gesundheit Ihrer Arbeitnehmer ist ein knallharter wirtschaftlicher Faktor.
Angesichts einer stetig alternden Gesell- und Belegschaft müssen Wege gefunden werden die Vitalität, das Wohlbefinden und die Agilität auf einem hohen Niveau zu halten. Deshalb sollten Sie unbedingt den gesundheitlichen Aspekt bei der Konzeptionierung Ihrer Work-Life-Balance Strategie berücksichtigen!
Das soll ein 2013 verabschiedetes Steuergesetz erleichtern: Es fördert präventive Maßnahmen der Krankheitsvorbeugung. Bis zu einem Freibetrag von 500 Euro pro Jahr und pro Mitarbeiter sind Leistungen des Arbeitgebers zur betrieblichen Gesundheitsförderung zusätzlich zum Gehalt steuerfrei. Das kommt gerade kleinen und mittelgroßen Unternehmen, die oftmals nicht in der Lage sind gesundheitsfördernde Maßnahmen durchzuführen, zugute.
Unter die Steuerbefreiung fallen alle Leistungen, die im “Präventionsleitfaden der Spitzenverbänder der Krankenkassen” genannt sind. Dazu gehören u.a:

  • Rückenschulungen
  • Ernährungsberatung
  • Bewegungstraining
  • Programme zur Stressbewältigung
  • Programme zur Entspannung
  • Suchtprogramme

Ein weiterer Vorteil für Unternehmen: Bürokratie wird abgebaut, da umfassende Einzelfallprüfungen entfallen.
Neben dem Angebot von gesundheitsfördernden Leistungen, gibt es noch andere Stellschrauben, die Sie adjustieren können – und sollten.

Gesundheitsfördernde betriebliche Rahmenbedingungen (Empfehlung des GKV-Spitzenverbandes)

1. Bewegungsfreundliche Umgebung

 

Fahrradstellplaetze gruen work-life-balance

  • Die Einrichtung von Bewegungsräumen, gesicherten Fahrradstellplätzen und Umkleidekabinen sind mögliche Wege, um das Umfeld Ihrer Mitarbeiter bewegungsförderlich zu gestalten.
  • Von der Betriebssportgruppe bis hin zur Organisation gezielter Ausgleichsaktivitäten: In der Gruppe macht Sport mehr Spaß. Die Einführung betrieblicher Gruppenaktivitäten steigert nicht nur die Teilnehmerzahlen, sondern ganz nebenbei auch den Teamgeist.
  • Holen Sie sich Experten ins Boot und setzen Sie auf den Ausbau von Kooperationen mit Anbietern gesundheitssportlicher Maßnahmen.

2. Gesundheitsgerechte Verpflegung im Arbeitsalltag

gesunde mahlzeit work-life-balance

  • Der DGE-Qualitätsstandard stellt einen nützlichen Leitfaden dar, an dem Sie ihr Betriebsverpflegungsangebot ausrichten können.
  • Durch die Optimierung der Essensausgabeverfahren können Sie Wahlmöglichkeiten erweitern und Wartezeiten verkürzen. Das steigert die Attraktivität Ihres Angebots.
  • Von den Verpflegungseinrichtungen können nur dann alle Beschäftigten profitieren, wenn die Öffnungszeiten auf deren Bedürfnisse und Arbeitszeiten abgestimmt sind.
  • Sozialräume und Betriebsrestaurants sind Orte des Miteinanders. Die Gestaltung dieser Räumlichkeiten sollte dementsprechend einladend und bedarfsgerecht ausfallen.
  • Ihr Betrieb verfügt nicht über eine Gemeinschaftsverpflegung? Holen Sie sich Informationen über alternative gesundheitsgerechte Verpflegungsmöglichkeiten ein.

3. Klare Regelung des Suchtmittelkonsums im Betrieb

rauchen verboten schild aschenbecher work life balance

  • Führungsleitlinien zum Suchtmittelkonsum, die den Umgang mit “Verstößen” regeln und Kommunikationsangebote implementieren, dienen als Orientierung für Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber.
  • Durch die Schulung von Führungskräften und anderen betrieblichen Entscheidern, können Sie diese für den Umgang mit (suchtmittel-)auffälligen Mitarbeitern sensibilisieren.
  • Nutzen Sie Informations- und Beratungsangebote, um auch strukturell auf den Suchtmittelkonsum einzuwirken. Beispielsweise können Maßnahmen, wie die Einführung eines Rauchverbots oder die Einschränkung des Zigarettenverkaufs den Tabakkonsum mindern.
  • “Null Promille am Arbeitsplatz” lautet das Motto einer alkoholfreien Betriebskultur. Setzen Sie stattdessen auf ein vielfältiges nicht-alkoholisches Getränkeangebot.
  • Maßnahmen zur Organisations- und Personalentwicklung, zur Verbesserung von Unternehmenskultur, Führungsstil, Betriebsklima und Arbeitszufriedenheit (z. B. Schulung in Gesprächsführung von Führungskräften und Personalvertretern, Klimagruppen, Zufriedenheitszirkel)

5. Gesundheitschecks (am Beispiel der Bertelsmann AG)

Betriebsmedizin und Arbeitsmedizin sind gesetzlich verankert, in der Organisationspflicht steht der Unternehmer. Für die Sensibilisierung der Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen sollten auch Sie als Unternehmen sich verantwortlich sehen. Es geht um die Früherkennung und Vorbeugung gesundheitsbedrohender Faktoren. Evaluationen der Bertelsmann AG, welche große Bemühungen in den Ausbau Ihres betrieblichen Gesundheitsmanagement gesteckt hat, zeigen, dass das Angebot der Gesundheitschecks gut angenommen wurde: 60-70 % der Eingeladenen nahmen auch tatsächlich an den Check-ups teil.

Best Practice am Beispiel der Bertelsmann AG:

Bertelsmann und seine Führungskräfte

Für Bertelsmann sind Führungskräfte eine Berufsgruppe, die sich zum einen durch hohe Anforderungen und Belastungen und zum anderen durch ihren Einfluss auf andere betriebsinterne Gruppen auszeichnet. Daher erhebt die Bertelsmann AG den Anspruch an ihre Führungskräfte als gutes Beispiel voranzugehen und so als Multiplikator der betrieblichen Gesundheitsphilosophie zu fungieren.
Bertelsmann bietet seinen Führungskräften im In- und Ausland daher seit 2000 im Abstand von zwei Jahren umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen auf hohem medizinischem Niveau an. Für die Teilnehmer sind diese vollkommen kostenlos. Den eigentlichen Untersuchungen ist ein Beratungsgespräch vorgelagert. Dabei werden vom behandelndem Arzt die indivivuellen Risikofaktoren schriftlich in Erfahrung gebracht (Häufigkeit der Flugreisen, Grad der Stressbelastung, Alkohol- und Tabakkonsum).

Auch weiteren Berufsgruppen wird die Chance gegeben sich durch den Betriebsarzt verschiedener Gesundheitschecks zu unterziehen, die die Standards der von Krankenkassen übernommenen Untersuchungen übersteigt.

2013 hat die Bertelsmann AG die Health Community ins Leben gerufen. Bestehend aus Experten, Konzernbetriebsratsvorsitzenden, Aufsichtsrats-
mitgliedern, Personalverantwortlichen und Schwerbehindertenvertretern dient sie der gezielten Vernetzung, um einheitliche Standards an allen Standorten umzusetzen.

Besonders gefragte Gesundheitschecks:

  • Seh- und Hörtests
  • Lungenfunktionstest
  • Immunsystem-Test durch Messung freier Radikale
  • Knochendichtemessung
  • Venendiagnostik
  • Ruhe-EKG
  • Messungen der Hirnleistung
  • Impfungen

6. Kinderbetreuung – ein Leitfaden

Das Brötchenverdienen liegt längst nicht mehr ausschließlich in Männerhand: Der Anteil der erwerbstätigen Frauen hat signifikant zugenommen und liegt bei rund 70%. Gleichzeitig ist auch ein Anstieg an Alleinerziehenden zu verzeichnen.
Diese beiden Entwicklungen haben vor allem eins zur Folge: die traditionellen innerfamiliären Arbeitsteilungen brechen immer weiter auf. An deren Stelle müssen neue Organisationsformen treten. Die traditionelle Handhabung kommt den modernen Anforderungen nämlich immer schlechter nach.
Besonders für Ihre weiblichen Mitarbeiter bedeutet dies oft einen Spagat zwischen Beruf und Familie. Ein Spagat, der zur Zerreißprobe werden kann:
Der Wunsch familiären Pflichten nachzugehen aber ebenso die beruflichen Anforderungen zu erfüllen stürzt berufstätige Eltern oft in einen Rollenkonflikt.
Untersuchungen haben ergeben, dass sich Investitionen in familienfreundliche Maßnahmen betriebswirtschaftlich rechnen.
Studien der Bundesregierung etwa zeigen, dass der Return on Investment – ROI – für familienfreundliche Maßnahmen in Unternehmen bis zu 25 % beträgt.
Durch die stärkere Bindung von bereits vorhandenen Fachkräften entfallen Kosten für Personalbeschaffungsprozesse – Vorhandenes Wissen des Personal wandert gar nicht erst ab.

“75% aller Beschäftigten im Alter zwischen 25 und 39 Jahren wären bereit, für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf den Arbeitsplatz zu wechseln”
(Personalmarketing Studie 2012, BMFSF)

Warum sich Familienfreundlichkeit lohnt:

  • Weniger Fehlzeiten
  • Schnellerer Wiedereinstieg nach der Elternzeit
  • Produktivere Beschäftigte
  • Hohe Bindung ans Unternehmen
  • Imagegewinn

Formen betrieblicher Kinderbetreuung:

Betriebskindergarten:

Direkt vor Ort bietet der betriebseigene Kindergarten Ihren MitarbeiterInnen größtmögliche Flexibilität bei der Vereinbarung von Familie und Beruf.
Insbesondere für große Unternehmen lohnt sich diese Form der Kinderbetreuung: Die Konzeption der Kita obliegt dem Unternehmen und kann dadurch passgenau auf den betrieblichen Bedarf zugeschnitten werden.
Das Errichten einer eigenen Kinderbetreuungsstätte mag zu Beginn sehr aufwändig erscheinen, aber es sei Ihnen gesagt: Ihre Mühen werden sich lohnen, Ihre Mitarbeiter es Ihnen danken.

Tipp: Nutzen Sie staatliche Förderprogramme und die Hilfestellung von Jugendämtern bei der Konzeption und Einrichtung Ihres Betriebskindergartens

Der 10 Schritte Plan zum Ziel – von der Bedarfsanalyse bis zur Betreuung

1. Informationen von Jugendämtern einholen

2. Rechtsform und Trägerschaft klären

3. Finanzierung & Fördermöglichkeiten klären

4. Betriebsrat einbeziehen

5. Räumlichkeiten & Personal suchen

6. Antrag auf Betriebserlaubnis stellen

7. Vereinbarungen treffen

8. Aufnahme der Kinder einleiten

9. Eröffnung planen & durchführen

10. Möglichkeiten der Kinderbetreuung bekannt machen

Verbundkita

Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in Ihrem Unternehmen ist vorhanden, die Errichtung eines Betriebskindergartens erscheint Ihnen aber zu umständlich? In einem solchen Fall könnte die Verbundkita eine passende Lösung für Sie sein. Durch Zusammenschluss und Kooperation mit anderen Unternehmen, die sich in einer ähnlichen Lage befinden, können Sie gemeinsam eine Verbundkita eröffnen. Auf diese Weise können Sie von den Vorteilen einer Betriebskita profitieren und gleichzeitig Kosten und Verantwortung mit anderen Unternehmen teilen.

Mini-Krippe

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen lohnt sich diese Form der Kinderbetreuung. Die Kinder werden hier in kleinen Einheiten unter Aufsicht qualifizierter Kräfte betreut. Die Gruppengröße übersteigt dabei niemals eine Anzahl von zehn Kindern.

Natürlich verfügt nicht jedes Unternehmen über genügend finanzielle Mittel und Kapazitäten, um das Projekt des eigenen Betriebskindergartens zu stemmen. Daher haben wir im Folgendem weitere Formen der Kinderbetreuung für Sie zusammengestellt, die Ihnen dennoch helfen Ihr Unternehmen familienfreundlicher zu gestalten.

Belegplätze

Sehen Sie ganz von der Errichtung einer eigenen Kinderbetreuung ab?
Das Angebot sogenannter Belegplätze kann eine willkommene Alternative sein. Gerade wenn außerplanmäßig ein temporärer Bedarf an Kinderbetreuung seitens Ihrer Mitarbeiter aufkommt, ist dieser gut durch die Bereitstellung von Belegplätzen zu decken. Sie als Unternehmen erwerben bei bereits bestehenden Kinderbetreuungseinrichtungen Belegplätze und können diese dann im Falle des Falles Ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Im Gegenzug erhalten diese Einrichtungen finanzielle Unterstützung von Ihnen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass solche Belegplätze an verschiedenen Orten erworben werden können. Damit können Sie räumliche Bedürfnisse der Eltern berücksichtigen.

Ferienbetreuung

Gerade während der Ferienzeit kann sich die Kinderbetreuung schwierig gestalten. Hier können Unternehmen durch die Bereitstellung von temporären Betreuungsangeboten Abhilfe schaffen: Durch die Einrichtung einer Ferienbetreuung können Sie so Ihren Mitarbeitern die Koordination von Beruf und Familie wesentlich erleichtern.

Fazit

Durch Work-life-Balance-Maßnahmen können wir unser Morgen gestalten. Wir können Problemen begegnen und für eine zufriedenere Gesellschaft sorgen. Die Maßstäbe, die wir dabei anlegen sind Nachhaltigkeit und Vereinbarkeit.

Die Effekte der Work-Life-Balance-orientierten Maßnahmen wirken dabei auf vier Stellgrößen: Sie beeinflussen das Erwerbspotenzial, die Geburtenrate und die Produktivität positiv und mindern gleichzeitig die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung.
Zudem stärken sie die Unternehmen. Es ermöglicht die vereinfachte Rekrutierung, mindert die Fluktuation wertvoller Mitarbeiter und das trägt zu einem verbesserten Betriebsklima bei und erhöht die Einsatzbereitschaft Ihres Teams.
Nun kennen Sie die Trends. Sie kennen Maßnahmen, um diesen zu begegnen – Wie Sie gesehen haben, gibt es viele Herangehensweisen, viele Punkte an denen es sich anzusetzen lohnt.
Der erste Schritt ist der Dialog mit Ihren Mitarbeitern. Suchen Sie das Gespräch und finden Sie heraus wo es brennt.
Und dann heißt es aktiv werden, umsetzen, anwenden! Wer hätte es schöner sagen können als Goethe?

“Es ist nicht genug zu wissen – man muss es auch anwenden.
Es ist nicht genug zu wollen – man muss es auch tun”

Johann Wolfgang von Goethe

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