Klimaschutz im Unternehmen: Umsetzung bei Honestly

by Daniel Hannig - September 20, 2019

Das Thema Erderwärmung ist zur Zeit in aller Munde und hat bereits viele Initiativen hervorgerufen, die effektiv zum Klimaschutz beigetragen haben. Diese Initiativen umfassen globale Kampagnen wie “Fridays for Future”, aber auch private Entscheidungen von Einzelpersonen, die bewusster leben wollen. Diese Entscheidungen werden dann oft durch unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt: weniger Fleisch essen, das Fahrrad zur Arbeit nehmen oder auf Urlaube zu verzichten, die einen Langstreckenflug voraussetzen. Aber wie beteiligen sich Regierungen und wie sieht es mit Klimaschutz im Unternehmen aus?

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Viele Staaten beteiligen sich ebenfalls am Klimaschutz durch Treibhausgasreduktion, eine Verlagerung auf erneuerbare Energien und die Wiederherstellung der Wälder. Zudem ist das Pariser Abkommen von 2016 ein Meilenstein der internationalen Klimaschutzbemühungen. Trotz dieser Bemühungen ist es jedoch nicht von der Hand zu weisen, dass staatliches und privates Handeln alleine nicht ausreichen werden, um die Klimaziele von Paris einzuhalten und den Klimawandel zu begrenzen. Vielmehr muss auch das Thema Klimaschutz im Unternehmen relevanter werden und mehr Firmen müssen dahingehend Engagement und Initiative zeigen. Das ergibt insofern Sinn, als dass vor allem die Energiewirtschaft und das verarbeitende Gewerbe maßgeblich zur Erderwärmung beigetragen haben, so der Norddeutsche Rundfunk in diesem Beitrag.

„If you really think that the enviroment is less important than the economy, try holding your breath while you count your money“
Guy Mcpherson

Es sind jedoch nicht nur die großen, multinationalen Firmen die sich zu Klimazielen verpflichten sollten. Selbst als kleineres Unternehmen, ohne industrielle CO2 Ausstoße, kann man einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem man Problemzonen ausfindig macht, effektiv plant und gezielt Maßnahmen einführt um nachhaltiger zu werden. Wir haben bereits einen Artikel zu diesem Thema verfasst, und uns im Anschluss dazu entschieden, diesen als Ansatzpunkt zu nehmen, um unseren Arbeitsalltag bei Honestly umweltbewusster zu gestalten. Folgendes ist passiert:

Der Prozess

Angesprochen wurde das Thema zuerst auf unserer Betriebsfahrt von Fabian, unserem Product Owner. Als jemand der selber sehr umweltbewusst lebt, erkannte er die Problematik im Unternehmen sofort und sprach sie im Rahmen von Unternehmensinternen Verbesserungsvorschlägen an. In einer Gruppe von ca. 5 Leuten haben wir uns zusammengesetzt und zunächst überlegt, wo die größten Probleme liegen und was man dagegen unternehmen kann. Nachdem wir die Problempunkte und Lösungsansätze erörtert hatten, wurden diese zunächst auf einem Asana Board festgelegt, die Aufgaben den entsprechenden Leuten zugewiesen, und dann wurde gehandelt:

Klimaschutz und Kaffeemaschine

„Entkoffeinierter Kaffee funktioniert nur, wenn man die Leute damit bewirft“
– Unbekannt

Fangen wir mit dem wichtigsten Tool unseres Arbeitsplatzes an: Unsere frühere Kaffeemaschine benutzte nur Kapseln aus Plastik und Aluminium. Der Kaffee war zwar lecker, aber die Kapseln teuer und der damit verbundene Plastikmüll sehr hoch (oft benutzten wir für einen Kaffee zwei Kapseln, man wollte ja schließlich wach werden). Wir suchten also eine Maschine, die keinen Plastikmüll hinterlassen würde, aber trotzdem guten Kaffee macht. Im Endeffekt entschieden wir uns für die old-school Variante einer Filter Kaffeemaschine, mit eingebauten Bohnen-Grinder und herausnehmbaren Filter. Das Beste daran: Das Budget, das wir durch den Kapsel-Verzicht einsparen, investieren wir nun in sehr leckeren
Fairtrade Kaffee, der von einem Bekannten des Unternehmens in Köln vertrieben wird.

demonstration in front of cathedral

Klimaschutz im Unternehmen und Grillfleisch

Auf unseren Grillparties wurden bisher nie viele Gedanken an den Einkauf und an die Herkunft des Fleisches verschwendet. Es ist nicht so, dass es uns egal war, wir hatten einfach andere Sachen zu tun und waren nicht auf die Herkunft des Fleisches für die Grillparty fokussiert. Fabian fand das eher uncool. Er fand das tatsächlich so uncool, dass er es nicht nur als separaten Pain Point auf unserem Betriebsausflug aufbrachte, sondern auch aktiv die Planung des nächsten Grillevents auf sich nahm um seine Vorschläge bestmöglichst in die Tat umzusetzen. Er hat das Budget für das Essen in weniger, aber besseres Fleisch vom Metzger investiert und hat es zudem geschafft, fast alle Zutaten waste-free, also Verpackungslos, einzukaufen. Das erforderte ein wenig Planung und eine kleinen Ausflug zu dem einen oder anderen Markt, aber der Plan wurde nahezu perfekt umgesetzt. Lediglich die Brötchen für die Burger mussten wir verpackt im Supermarkt einkaufen. Der gesamte Vorgang der Grill-Vorbereitung nahm letztendlich nicht viel mehr Zeit in Anspruch als vorher, aber die damit einhergehende Müllverursachung wurde um 90% reduziert. Das Budget für alkoholische Getränke verblieb während des gesamten Prozesses unangetastet.

Wasserspender statt Plastikflasche

Wie viele andere Unternehmen, haben wir im Büro Wasserflaschen für die Mitarbeiter bereitstehen. Wir haben zudem ein Unternehmen dazu beauftragt, in regelmäßigen Abständen die alten Wasserflaschen abzuholen und mit neuen aufzufüllen. Die Flaschen waren zwar alle recyclebar, was das Konzept nicht ganz verkehrt machte. Trotzdem sahen wir dort Verbesserungsbedarf. Wir haben nun zwei Wasserspender für das Büro gekauft und das Unternehmen abbestellt, das uns bisher das Wasser geliefert hat. Zusätzlich haben wir noch private Thermosbecher mit Firmenlogo für jeden Mitarbeiter bestellt, um die Wasserflaschen zu ersetzen, aber auch um möglicherweise den privaten One-Way Kaffeebecher Verbrauch einzudämmen.

Die Frage die sich nun stellt ist folgende: Bringt das alles überhaupt etwas?

smoking company chinmney

Der Mehrwert von Klimaschutz im Unternehmen

Wollen wir uns nichts vormachen. Nur weil wir nun ab und zu daran denken das Licht im Badezimmer auszumachen, oder eine Kaffeemaschine gekauft haben, die keinen Plastikmüll verursacht, sind wir noch lange kein grünes Unternehmen. Wir wissen auch, dass Honestlys unternehmensinterner Beitrag zum Klimaschutz nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Planeten ist, aber kommt es in diesem Kontext denn überhaupt darauf an riesige Wellen zu schlagen? Wenn uns die ganzen vorgenannten Maßnahmen eine Sache kommuniziert haben, ist es, dass man durch ein wenig Anpassung einen bemerkbaren Unterschied verspüren kann.

Dadurch, dass wir im Büro vermehrt darauf achten das Licht auszuschalten, achte ich beispielsweise auch vermehrt bei mir in der Wohnung darauf, wo das Licht unnötig brennt. Ich habe mir auch jetzt das eine oder andere Mal beim Metzger, anstatt aus der Tiefkühltruhe, mein Fleisch geholt und kann mich nicht an den letzten Einkauf erinnern, an dem ich eine Plastiktüte mitgekauft habe. Beurteile ich deshalb meinen Lebensstil als nachhaltig? Auf gar keinen Fall. Aber es ist ein neues Bewusstsein bei mir eingetreten, was davor nicht in diesem Ausmaß vorhanden war.

Alleine deshalb hat sich unsere Honestly Kampagne für mich persönlich schon gelohnt. Genau darin liegt auch einer der Mehrwerte von Klimaschutz im Unternehmen: Es kommt nicht darauf an, das gesamte Geschäftsmodell von einem Tag auf den nächsten so grün wie möglich zu gestalten, sondern den Mitarbeitern zu kommunizieren, dass auch eine kleine Umstellung einen Unterschied machen kann. Wir bei Honestly überlegen stets, wie wir unser Konzept weiterführen können und sind stets dankbar für neue Ideen und Beispielen aus anderen Unternehmen, erzählen Sie uns in den Kommentaren, was Sie bei Sich im Unternehmen umgesetzt haben und wie erfolgreich es war.

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