Vom Pflichttermin zum Führungsinstrument
Mitarbeiter*innenbefragungen waren bei den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) lange ein aufwendiges Grossprojekt. Zwischen den einzelnen Befragungen lagen grosse Abstände - und nach der Auswertung blieb im Arbeitsalltag häufig zu wenig Bewegung.
5 Min. Lesezeit
Zusammenfassung
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Die BVB hat ihre grossen, punktuellen Mitarbeiter*innenbefragungen durch einen regelmässigen halbjährlichen Puls ergänzt.
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Verständliche Dashboards geben Führungskräften Orientierung und machen Entwicklungen über mehrere Befragungen hinweg sichtbar.
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Anonymität schafft die Grundlage für ehrliches Feedback und belastbare Erkenntnisse.
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Chat und Initiativen unterstützen dabei, Ergebnisse in Gespräche und konkrete nächste Schritte zu überführen.
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Demo anfordernDie BVB wollte deshalb einen neuen Weg einschlagen: Mitarbeiter*innenfeedback sollte nicht länger nur punktuell erhoben, sondern regelmässig für Führung und Zusammenarbeit genutzt werden. Mit Honestly etablierte die Organisation einen halbjährlichen Befragungsrhythmus, verständliche Dashboards und einen klaren Rahmen für den anschliessenden Dialog.
Heute entwickelt sich Feedback bei der BVB Schritt für Schritt vom Pflichttermin zu einem praktischen Führungsinstrument.
Viel Aufwand - und trotzdem zu wenig Bewegung
Über Jahre erfüllte die BVB den Auftrag, ihre Mitarbeiter*innen in grösseren Abständen zu befragen. Die Befragungen waren umfangreich und mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden.
Die eigentliche Herausforderung begann jedoch nach der Auswertung: Wie lassen sich aus den Ergebnissen konkrete Veränderungen ableiten? Und wie können Führungskräfte dabei unterstützt werden, die Erkenntnisse in ihre Teams zu tragen?
„Wir haben enorm viel Zeit und Geld in die grossen Befragungen gesteckt - und trotzdem hat sich danach oft zu wenig bewegt. Das war der Punkt, an dem wir umdenken mussten.“
Toni Kovacevic, Experte BGM & Entwicklung, BVB
Lange Abstände zwischen den Befragungen erschwerten es, Entwicklungen und Trends frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig standen Führungskräfte vor der Frage, wie sie aus Zahlen und Kommentaren ein konstruktives Teamgespräch entwickeln können.
Die BVB suchte deshalb nach einem Ansatz, der weniger punktuell und stärker in den Führungsalltag integriert ist.
Ein halbjährlicher Puls schafft Kontinuität
Mit Honestly etablierte die BVB einen klaren Rhythmus: Alle sechs Monate wird die aktuelle Stimmung in der Organisation erfasst.
So entsteht nicht nur eine Momentaufnahme. Ergebnisse lassen sich über mehrere Befragungen hinweg vergleichen und Entwicklungen werden schneller sichtbar. Die kürzeren Abstände helfen dabei, relevante Themen früher aufzugreifen und im Blick zu behalten.
Gleichzeitig bleibt zwischen den einzelnen Befragungen genügend Zeit, um Ergebnisse zu besprechen und Massnahmen umzusetzen.
Besonderheiten in der Anwendung
- Halbjährliche Pulsbefragungen schaffen Kontinuität und machen Entwicklungen sichtbar.
- Mehrere Dashboards bilden unterschiedliche Perspektiven und qualitative Rückmeldungen ab.
- Anonymität ermöglicht ehrliches Feedback und stärkt das Vertrauen in den Befragungsprozess.
- Chat und Initiativen unterstützen den Weg vom Ergebnis zum Teamdialog und zur Umsetzung.
Anonymität als Grundlage für ehrliches Feedback
Damit Mitarbeiter*innen auch kritische Punkte offen ansprechen, braucht es Vertrauen in den Befragungsprozess. Anonymität ist deshalb ein zentraler Bestandteil der Anwendung bei der BVB.
Honestly schafft dafür einen klaren und nachvollziehbaren Rahmen. Mitarbeiter*innen können ihre Einschätzung offen abgeben, ohne persönliche Konsequenzen befürchten zu müssen.
Führungskräfte erhalten dadurch nicht nur positive Rückmeldungen, sondern ein differenziertes Bild der tatsächlichen Situation in ihren Teams. Das schafft eine belastbare Grundlage für Gespräche und Entscheidungen.
Individuelle Dashboards statt statischer Berichte
Die Ergebnisse werden nicht in einem umfangreichen Bericht abgelegt, sondern über mehrere Dashboards für unterschiedliche Perspektiven aufbereitet.
Führungskräfte und Verantwortliche können dadurch gezielt untersuchen:
- Wo steht unser Team aktuell?
- Welche Themen beeinflussen die Ergebnisse besonders stark?
- Was hat sich seit dem letzten Puls verändert?
- Bei welchen Themen besteht konkreter Gesprächs- oder Handlungsbedarf?
Neben quantitativen Ergebnissen können auch qualitative Rückmeldungen gezielt betrachtet werden. So wird aus einer grossen Datenmenge eine verständliche Entscheidungsgrundlage für den Führungsalltag.
Vom Ergebnis direkt in den Dialog
Die BVB möchte Mitarbeiter*innenfeedback nicht im Dashboard „parken“. Die Erkenntnisse sollen Gespräche auslösen und die Zusammenarbeit im Team verbessern.
Der Honestly-Chat bietet dafür einen niederschwelligen Raum. Qualitative Rückmeldungen können eingeordnet, Nachfragen gestellt und Themen gemeinsam vertieft werden.
Das hilft insbesondere Führungskräften, die weniger Erfahrung mit Mitarbeiter*innendaten haben. Statt mit den Ergebnissen allein zu bleiben, erhalten sie einen konkreten Einstieg in den Dialog mit ihrem Team.
Initiativen geben den nächsten Schritten Struktur
Sobald ein relevantes Handlungsfeld identifiziert ist, stellt sich die nächste Frage: Was machen wir jetzt konkret?
Mit Initiativen lassen sich nächste Schritte strukturiert festhalten und sichtbar machen. Teams können den Fokus auf ausgewählte Themen legen, Verantwortlichkeiten klären und Fortschritte nachvollziehen.
So entsteht aus einer Erkenntnis kein überdimensioniertes Veränderungsprogramm, sondern ein realistischer nächster Schritt, der zum jeweiligen Team und seinem Arbeitsalltag passt.
Ein Ansatz für unterschiedliche Führungsrealitäten
Nicht jede Führungskraft arbeitet gleich datenaffin oder verfügt über dieselben digitalen Erfahrungen. Gerade in einer Organisation mit vielen operativen Bereichen muss ein Befragungsprozess deshalb leicht verständlich und alltagstauglich sein.
Die BVB entwickelt ihren Ansatz bewusst schrittweise weiter. Nach jedem Puls werden Erfahrungen ausgewertet, Kommunikation und Unterstützung angepasst und erfolgreiche Vorgehensweisen innerhalb der Organisation weitergegeben.
Das Ziel ist nicht, dass alle Führungskräfte identisch mit den Ergebnissen arbeiten. Entscheidend ist, dass jeder einen praktikablen Zugang findet und Verantwortung für den anschliessenden Dialog übernimmt.
Mehr Regelmässigkeit, Vergleichbarkeit und Dialog
Durch den halbjährlichen Befragungsrhythmus entsteht ein Verlauf statt einzelner Momentaufnahmen. Fortschritte, stabile Entwicklungen und mögliche Bruchstellen werden früher sichtbar.
Für die BVB ergeben sich daraus drei zentrale Vorteile:
- Trends statt Bauchgefühl: Veränderungen lassen sich über mehrere Befragungen hinweg nachvollziehen.
- Höhere Umsetzungschancen: Kürzere Zyklen sorgen dafür, dass relevante Themen präsent bleiben.
- Bessere Teamgespräche: Führungskräfte erhalten einen konkreten Anlass und eine fundierte Grundlage für den Austausch.
Der nächste Schritt: Feedback noch stärker im Alltag verankern
Die BVB versteht Mitarbeiter*innenfeedback als fortlaufenden Lernprozess. In den kommenden Befragungszyklen soll die Wirkung weiter gestärkt werden.
Im Mittelpunkt stehen dabei drei Themen:
- Mehr Verbindlichkeit: Aus relevanten Erkenntnissen sollen konsistent nächste Schritte entstehen, ohne die Teams zu überfordern.
- Mehr Wissensaustausch: Gute Vorgehensweisen sollen innerhalb der Organisation schneller sichtbar und übertragbar werden.
- Mehr Gesprächsunterstützung: Führungskräfte sollen noch leichter vom Ergebnis in einen konstruktiven Teamdialog finden.
Fazit: Feedback wird Teil guter Führung
Die BVB zeigt, wie Mitarbeiter*innenfeedback mehr Wirkung entfalten kann, wenn es regelmässig erhoben und konsequent mit Führung verbunden wird.
Anonymität schafft Vertrauen. Dashboards geben Orientierung. Der Chat unterstützt den Dialog. Initiativen geben den nächsten Schritten Struktur.
So wird aus einer aufwendigen Pflichtübung Schritt für Schritt ein Führungsinstrument, das Veränderungen im Arbeitsalltag wahrscheinlicher macht.
Wir wollen das Tool nicht nur als Messinstrument nutzen, sondern wirklich als Führungsinstrument.
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